Heft 2012: Wer braucht schon Kerweborsch?

Veröffentlicht von Saskia am

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In Raunheim gab es in den 80er Jahren zum ersten Mal nicht nur Kerweborsch, sondern auch Kerwemädels. Das war damals schon eine kleine Sensation, denn in anderen Gemeinden war es undenkbar, dass auch Mädels die Kerwetradtion mit bestimmen sollten. Hier waren die Mädels nicht nur „hübsches Beiwerk“, sondern haben von Anfang an auch alle anstehenden Aufgaben mit übernommen. Während in anderen Gemeinden auch heute noch Kerwemädels tabu sind oder nur am Kerwetanz teilnehmen dürfen, in manchen Gegenden nur die Freundinnen der Kerweborsch geduldet werden oder nur ein einziges Mädel mit 30 Kerwebosch umherzieht, wurden die Raunheimer Mädels von Beginn an als gleichwertige Mitglieder der Kerwefamilie behandelt. Der Kerwevadder übernahm die Führung der Kerwebosch, die Rede zur Eröffnung der Kerb und war nach außen der Ansprechpartner für alle, während die Kerwemudder die Führung der Mädels übernahm. Weitere Aufgaben wie die Kasse oder Organisation wurden oft unter den Mädels aufgeteilt. So ging das seit vielen Jahren: Kerweborsch UND Kerwemädels sorgten gemeinsam für die Stimmung auf unserer Kerb.

In diesem Jahr gibt es die nächste Sensation in Raunheim:

2012 heißt es „die KerweMÄDELS sorgen für die Stimmung auf der Kerb“ – Kerweborsche gibt es in diesem Jahr nicht.

Warum nicht?

Kerweborsch oder Kerwemädel zu sein macht Spaß. Viele machen auch mehr als eine Kerb mit. Aber nach ein paar Jahren hören die meisten wieder auf, wechseln zum Kerweteam oder den Altkerweborsch oder haben andere Interessen. Nachwuchs für die Kerweborsch & – mädels war in Raunheim schon immer schwer zu finden. Und so kam es, dass sich in diesem Jahr zwar neue Mädels gefunden haben, aber eben keine Borsche.

Aber das ist noch lange kein Grund, alles hinzuwerfen!

Die neun Kerwemädels Yasmina, Najat, Patricia, Nadine, Vanessa, Alison, Sandra, Petra und Christine sagten sich „Das schaffen wir auch allein!“

Aber: Wer hält die Rede? Wer ist Ansprechpartner? Wer übernimmt die Führung? Wollen wir rosa Schärpen? Können wir den Baum allein stellen? Wer kann uns helfen? Gibt es einen Kerwewatz? Soll es trotzdem einen Vadder geben? Oder nur eine Mudder? Brauchen wir einen Hammel? Oder eine Hammel-Dame? Wird es wieder eine Show am Sonntag geben? Wer macht die Moderation?

Fragen über Fragen! Und auf alle wurde eine Antwort gefunden.

Ob die Mädels ihre Sache gut machen, werdet Ihr an dieser Kerb sehen!

Brauchen wir also Kerweborsch?

NEIN!    In diesem Jahr nicht. Die Mädels schaffen das auch allein.

JA!         Dass es in diesem Jahr auch einmal ohne Borsche geht, soll nicht heißen, dass es in Raunheim nie mehr Kerweborsch geben soll! Nachwuchs wird immer gesucht und auch Jungs sind herzlich willkommen. Das Anmeldeformular und weitere Informationen findet Ihr in der Mitte des Hefts.

Doch solange sich noch keine Kerweborsche gefunden haben, heißt in diesem Jahr

KERWEMÄDELS, wem ist die Kerb? – UNSER!

Kategorien: AllgemeinKerb

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