Heft 2009: Helfer gesucht!

Veröffentlicht von Saskia am

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Lieber Leser des Kerweheftes! Und liebe Leserin!
Hast Du gerade ein Bier bestellt? Oder eine Cola? Vielleicht einen Cocktail? Gerade eine Brezel geknabbert und dabei mit dem Fuß zur Musik gewippt? Dann herzlich willkommen auf der Raunemer Kerb 2009!

Bist Du gerade im Kerwezelt? Schau Dich um! Alles, was Du hier siehst, wurde vom Raunemer Kerweteam hierher getragen oder gefahren, aufgebaut, umgebaut, dekoriert und genutzt. Das Kerweteam besteht im Moment aus 19 Männern und Frauen – natürlich können wir das alles nicht allein bewältigen! Damit das Zelt so aussieht wie jetzt, das Bier läuft und die Cocktails schmecken, sind viele viele Helfer nötig, die mit uns gemeinsam „den Laden am Laufen halten“.
Das beginnt schon am Mittwoch vor der Kerb beim Zeltaufbau. Das Zelt misst 18×30 Meter und wird ohne maschinelle Hilfsmittel von Hand gestellt. Ohne Helfer, die sich schon morgens um 8 Uhr* mit uns treffen, könnten wir das Zelt gar nicht aufbauen. Zuerst muss das Untergerüst für den Boden gebaut und der Boden verlegt werden, was allein mehrere Stunden dauert. Und dann… Schau nach oben! Die großen Zeltstangen werden auf dem Boden liegend miteinander verbunden und anschließend mit vereinten Kräften nach oben gedrückt – ohne Helfer nicht machbar! Die Zeltplanen im Dach werden von Hand mit Seilen über das Gestänge gezogen und die Seitenteile in mühevoller Kleinarbeit eingehängt. Dann steht zwar das Zelt, es ist aber noch nichts drin!

Am Mittwoch und den folgenden Tagen werden die Bühne und die Theken gebaut, die Bierzeltgarnituren aufgebaut und verteilt, die Lichterketten und andere Beleuchtung aufgehängt und alles eingeräumt und aufgebaut, was nötig ist, um eine tolle Kerb zu feiern! Doch nicht nur im Zelt wird gewerkelt:
Draußen muss die selbstgebaute Cocktailbar aufgebaut, eingeräumt und
dekoriert werden und die Bierwagen wollen auch bestückt sein. Wenn am Freitag der Baum gestellt ist und die Kerweborsch die Kerb eröffnen, muss alles fertig sein!

Hast Du gerade Dein leeres Glas abgegeben und ein neues kühles Bier bestellt? Hast Du denn schon einmal darüber nachgedacht, wie viele Personen dabei helfen, dass das Bier kalt ist und das Glas sauber? Dass die Bestellung schnell abgewickelt werden kann?
Das Bier wird in 50-Liter-Fässern geliefert. Alle Zapfhähne im Zelt werden über meterlange Leitungen direkt aus dem Kühlhaus gespeist, wo 12 Fässer permanent in Reihe hängen, um einen andauernden Bierfluss zu gewährleisten.
Natürlich muss auch immer wieder nachgesehen werden, ob noch genügend in den Fässern ist und bei Bedarf ausgetauscht werden. Ist das Zelt voll, müssen ständig Fässer gerollt werden! Dein leeres Glas wird von einem freundlichen Menschen (vielleicht ein Helfer?!) unter der Theke in einen Korb gestellt. Ist der Korb voll, wird er von einem anderen freundlichen Menschen (wieder ein Helfer?!) abgeholt und zur Spülmaschine geschleppt, wo die Gläser umsortiert und gespült werden (wahrscheinlich macht das noch ein anderer Helfer). Die Kisten mit den
sauberen Gläsern werden dann wieder zu den Zapfhähnen geschleppt, damit hier nie der Nachschub ausgeht.

Ein weiterer freundlicher Mensch (Rate mal: Ein Helfer!) greift sich dann ein inzwischen abgekühltes Glas und zapft das Bier. Und schließlich wird Dir der erste freundliche Mensch an der Theke das Bier reichen – und das alles innerhalb kürzester Zeit! Mit allen anderen Getränken läuft es natürlich genauso – nur dass hier dann noch die Kühlschränke mit Flaschen bestückt werden müssen. Damit auch hier nie der Nachschub ausgeht, werden hinter dem Zelt ständig Kisten geschleppt und die Kühlschränke gefüllt. Und für das Einschenken ist dann wieder ein anderer freundlicher Mensch zuständig (Richtig! Ein Helfer!).
Aber das läuft nicht nur im Zelt so, sondern auch in den Bierwagen! Wusstest Du, dass nicht nur der Bierwagen vorm Zelt, sondern auch der Bierwagen im Weindorf vom Kerweteam betrieben wird? Und auch hier muss ständig für Nachschub gesorgt, gezapft, eingeschenkt, bedient und gespült werden.
Und dann ist da noch die Cocktailbar! Hier gibt es auch die freundlichen Menschen an der Theke und an der Spüle – und darüber hinaus Menschen
an der Caipirinha-Station, an der Pina Colada-Station und an der Station für die anderen Cocktails und Longdrinks. Hier wird gerührt, gestampft, gemixt
und geshaked, was das Zeug hält. Vorher – und manchmal auch zwischendurch – muss die Zuckermischung neu gemacht, Limetten gewaschen und geschnitten, die Glas-Dekoration vorbereitet und das Eis gecrushed werden. Und immer wieder werden die Kühlschränke mit Nachschub aus dem Kühlhaus bestückt. Damit sich hier keiner langweilt, gibt es sogar eine Job-Rotation. Das heißt, es wird sich bei der Arbeit abgewechselt, damit auch jeder mal aus der Cocktailbar rausschauen kann und nicht immer nur in das Spülbecken oder den Cocktailshaker reinschauen muss.
Falls gerade Brezel-Elli mit einem Korb frisch gebackener duftender Brezeln
an Dir vorbei gelaufen ist: Nimm eine Brezel! Sie werden im Zelt im Brezel-
Ofen ständig frisch gebacken. Und sicher hat auch hier wieder ein Helfer
schwitzend vor dem Ofen gestanden und für Nachschub gesorgt!

Insgesamt brauchen wir an den vier Tagen Kerb allein während der
Öffnungszeiten rund 840 Helferstunden, damit alles reibungslos läuft. Die ganzen Aufbauund Vorbereitungsarbeiten und die Aufräumarbeiten nach Zeltschließung sind hier noch nicht eingerechnet! Helfer werden an allen Ecken und Enden gebraucht. Täglich bis zu 5 Helfer an den Zapfhähnen (inklusive Weizen und Äppler), 2 zum Einschenken von Antialkoholischem,
bis zu 5 an der Theke, 3 an der Spüle, in Spitzenzeiten sogar 8 in der Cocktailbar, 1 an der Brezelmaschine und immer 4 im Bierwagen im Weindorf. Und auch hier fehlt noch ein Einsatzort: Der Bierwagen vorm Zelt wird von unserem Dauerhelfer Harald und seinen Freunden allein
geschmissen (Danke nochmal!) – doch auch hier springt ab und an ein weiterer Helfer oder Kerweteamler ein. Hört sich das so an, als müssten die Helfer alles allein machen und das Kerweteam sitzt faul herum? Nein, die Jungs und Mädels vom Kerweteam sind fast rund um die Uhr anwesend
und halten alle Fäden zusammen. Wir sorgen für den Nachschub an Getränken und Kleingeld, weisen die Helfer ein, und springen überall dort
ein, wo Lücken entstehen. Die Helfer können jederzeit um Hilfe rufen, falls etwas unklar sein sollte. Jeder Helfer macht das, was er am besten kann: Schonmal Bier gezapft? Dann willkommen am Zapfhahn! Gut im Kopfrechnen? Dein Platz ist hinter der Theke! Auch mal etwas schleppen macht Dir nichts aus? An der Spüle werden immer Helfer gebraucht! Der geborene Cocktail-Shaker wird in der Cocktailbar eingesetzt. Wer es warm mag und in Ruhe sein eigenes Ding machen will, fühlt sich am Brezelofen wohl. Und wer sich das Ganze von hinten anschauen möchte, ist beim Einschenken gut aufgehoben. Wer flexibel ist, macht heute dies und morgen jenes und kann jederzeit die Aufgabe wechseln.
Wer helfen möchte, kann sich seine Zeit frei einteilen: Zwischendurch auch mal nur mal zwei Stunden Zeit? Kein Problem! Lust, den ganzen Abend auch hinter der Theke zu tanzen? Alles ist möglich!

Damit es keine Verwechslungen gibt, bekommt jeder Helfer sein eigenes
Helfershirt, das er mit nach Hause nehmen kann. Ansonsten arbeiten bei
uns alle unentgeltlich, Lohn ist der Spaß an der Sache, die notwendigen
Getränke während der Einsatzzeit UND die Einladung zum Helfertreffen!
In jedem Jahr Ende Oktober/Anfang November laden wir alle Helfer ganz
herzlich zu einer großen Feier ein. An diesem Abend muss kein Helfer
arbeiten, sondern alle können sich vom Kerweteam bei einem riesigen kalt-warmen Buffet und mit Cocktails, Wacklern, Wein und anderen Getränken verwöhnen lassen. Das Kerweteam macht sich an diesem Abend extra schick für die Helfer! Und zu späterer Stunde rocken Helfer, Kerweteam und Kerweborsch gemeinsam die Tanzfläche….
Du bist bisher noch kein Kerwehelfer?! Warum nicht?? Du siehst, die Kerb wie Du sie kennst – mit Zelt, Cocktailbar und Bierwagen funktioniert nur mit der Hilfe von vielen Freiwilligen. Und wenn auch jeder nur wenige Stunden hilft, so können viele helfende Hände gemeinsam die Kerb am laufen halten! Hast Du jetzt Lust bekommen, auch mal mitzuhelfen? Dann geh am besten gleich zur Theke und frage einen Kerweteamler, wo denn an dieser Kerb noch ein Helfer gebraucht wird! Du kennst hier noch keinen und willst nicht allein kommen? Auch gut, bring einen Freund oder eine
Freundin gleich mit! An den meisten Stellen könnt Ihr auch zusammen arbeiten.

Oder hast Du vielleicht Lust, im nächsten Jahr zu helfen? Dann gib uns Deinen Namen und Deine Adresse. Wir schreiben Dich dann im nächsten
Jahr an, damit Du Dich in die Helferlisten eintragen kannst, sobald sie freigegeben sind.

Und zuletzt: Die Kerb endet zwar am Montag, das Helfen jedoch erst am Dienstag. Falls Du noch nichts vor hast: Am Dienstag ab 8 Uhr* wird das Zelt wieder ausgeräumt, die Planen abgezogen und das Gestänge umgelegt. Jede einzelne Bodenplatte muss wieder verladen werden! Und auch hier
brauchen wir jeden Helfer, den wir kriegen können – bist Du dabei?!

JETZT SCHONMAL VIELEN DANK AN ALLE HELFER!!!

Euer Raunemer Kerweteam

Kategorien: AllgemeinKerb

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